Silberbergbau im Weißeritztal

Das Weißeritztal befindet sich in der sächsischen Schweiz. Es ist vor allem durch die frühe Industralisierung sowie seine Romantik berühmt.

Besiedelt ist die Region im Weißeriztal ungefähr seit dem 12. Jahrhundert. Damals boomte auch der Silberbergbau. Die Bergleute fanden vor allem gediegenes Silber fanden. Im 15. Jahrunder verkleinerten sich jedoch viele Bergwerke bis gegen Ende des 15. Jahrhundert wieder eine Bauperiode stattfand.

Silber wurde erstmals um 3.000 v. Chr. in Anatolien abgebaut, das sich heute in der heutigen Türkei befindet. Das Edelmetall half den frühen Zivilisationen im Nahen Osten und im antiken Griechenland zu gedeihen. Um 1.200 v. Chr. verlagerte sich das Zentrum der Silberproduktion in die griechischen Laurium-Minen, wo es weiterhin die wachsenden Reiche der Region versorgte und sogar die Währung für das antike Athen lieferte. Um 100 n. Chr. verlegte das Zentrum des Silberabbaus nach Spanien, wo die Minen zu einem Hauptlieferanten für das Römische Reich und zu einer wesentlichen Handelskomponente entlang der asiatischen Gewürzrouten wurden. Kein anderes Ereignis in der Geschichte des Silbers kann jedoch mit der Entdeckung des weißen Metalls durch die europäischen Eroberer Amerikas nach der Landung Kolumbus in der Neuen Welt im Jahr 1492 mithalten.

Die Ereignisse, die sich in den folgenden Jahren abspielten, veränderten das Gesicht von Silber und der Welt für immer. Die spanische Eroberung Amerikas führte zu einer Zunahme des Silberabbaus, die alles, was vor dieser Zeit geschehen war, dramatisch in den Schatten stellte. Zwischen 1500 und 1800 machten Bolivien, Peru und Mexiko über 85 Prozent der weltweiten Silberproduktion und des Silberhandels aus, da dies den spanischen Einfluss in der Neuen Welt und anderswo stärkte.

Gegen 1550 befand sich auch der Silberbergbau im Erzgebirge auf seinem Höhepunkt. Danach ging es jedoch „bergab“, da Erzgewinnung in großen Tiefen hohen Koste und mit sich brachte. Es mangelte einfach an Ertrag. Das Ende des 30-jährigen Krieges bedeutete in vielen Fällen das Ende für den Silberbergbau.

Neben dem Silberbergbau wurde im Weißeritztal auch Kohlebergbau betrieben. Seit 1540 gruben Berleute auch nach dem braunen Gold. Im Jahre 1819 wurden dann die Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke gegründet.